Psychologische Beratung

Psychologische Beratung in diesen Zeiten

Vielleicht ist es Dir ja aufgefallen, in den letzten Tagen habe ich hier keine neuen Beiträge gepostet, erst heute komme ich wieder dazu.

Psychologische Beratung

Sicher weißt Du, dass ich in meiner Praxis nicht nur mit Hypnose arbeite, sondern Menschen auch als Psychologischer Berater helfe. Das passt gut, denn ich fühle mich in beiden Bereichen optimal ausgebildet und die Übergänge zwischen dem Hypnose-Coaching und der Psychologischen Beratung sind oft fließend.

In den ersten Tagen seit Putins Einmarsch in die Ukraine meldeten sich sehr viele verängstigte Menschen bei mir. Menschen, die mitten im Leben stehen, plötzlich jedoch einfach nur Angst haben. Angst vor der Zukunft, Angst um ihre Familie, Angst davor, sich bald selbst mitten im Krieg zu befinden.

Ganz unabhängig davon, wie realistisch diese Ängste sind und wie wahrscheinlich das Eintreten der befürchteten Situationen auch ist, frage ich mich, wie es dazu kommen konnte, dass fest im Leben stehende Menschen, sich vom einen auf den anderen Tag, so sehr in sich selbst zurückziehen und Ängste erleiden. Ich frage mich ebenfalls, inwieweit der „Katastrophenjournalismus“, vorwiegend in den privaten Medien, Menschen krankmacht.

Bitte versteht mich auf keinen Fall falsch. Ich weiß, dass der Überfall Putins auf die Ukraine der Auslöser ist und verurteile diesen aufs Schärfste. Dennoch bin ich davon überzeugt, dass die Art und Weise, wie in einigen Medien hierüber berichtet wurde und auch weiterhin berichtet wird, Menschen krankmacht.

Zuhören

In den letzten Tagen durfte ich sehr viele Gespräche mit verängstigten Menschen führen, und ihnen über weite Teile des Gespräches einfach zuhören. Zuhören, weil Sie oft keinen Menschen haben, der ihnen zuhört und das, obwohl sie mitten im Leben stehen und oftmals auch eine Familie um sich herum haben.

Zuhören ist ein wesentlicher Bestandteil der Psychologischen Beratung und hat bereits sehr vielen Menschen in schwierigen Lebenslagen geholfen, (Be)Last(ung) loszuwerden und aus sich selbst heraus eine neue Perspektive einzunehmen und Lösungswege zu sehen, die längst da waren, zuvor jedoch nicht erkannt wurden.

Zum Schluss habe ich noch eine große Bitte an Euch. Auch wenn wir das Leid in der Ukraine wahrscheinlich nicht stoppen können, so kann doch jeder einzelne von uns etwas für seine Mitmenschen in seinem direkten Umfeld tun. Und dieses etwas ist ZUHÖREN. Ich bitte Dich, wenn jemand in Deinem Umfeld mit Dir über seine Probleme sprechen möchte, dann höre ihm zu. Versuche wirklich, ihm einfach nur zuzuhören, seine Aussagen nicht zu kommentieren und sie bitte, bitte keinesfalls zu bagatellisieren. Einem anderen Menschen einfach nur ein paar Minuten zuzuhören, dabei Verständnis für seine Sorgen und Ängste zu zeigen, kann bereits so viel bewirken.